Bauweise

Stahl-Leichtbau, einfach erklärt

Ein Haus wie jedes andere. Nur das Gerüst in den Wänden ist aus Stahl statt aus Holz oder Stein. Hier siehst du, wie das funktioniert und was du davon hast.

Stahl-Leichtbau in 3D

Schicht für Schicht

So entsteht ein Haus aus Stahl, Schicht für Schicht. Scroll einfach weiter.

3D-Visualisierung: Explosionszeichnung eines zweigeschossigen Hauses in Stahl-Leichtbauweise mit Bodenplatte, Stahltragwerk, Dämmung, Beplankung, Fenstern, Fassade und Dach
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  1. Röntgenblick

    Von außen ganz normal.

    Putz, große Fenster, Flachdach. Innen steckt ein Gerüst aus Stahl. Scroll weiter und schau hinein.

  2. Alle Teile

    Ein Haus aus sechs Schichten.

    So sieht das Haus auseinandergenommen aus. Jetzt setzen wir es Schicht für Schicht zusammen.

  3. Schicht 1 von 6 · machst du

    Das Fundament

    Die Betonplatte, auf der dein Haus steht. Sie baut eine Firma vor Ort, nach unserer genauen Anleitung.

    Für dich: Auf Wunsch helfen wir dir, einen Bauleiter vor Ort zu finden.

  4. Schicht 2 von 6

    Das Skelett aus Stahl

    Statt Holzbalken oder Mauersteinen trägt ein Gerüst aus Stahlprofilen dein Haus. Die Wände kommen meist als fertige Elemente aus dem Werk und werden vor Ort zusammengesetzt.

    Für dich: Stahl verzieht sich nicht. Was geplant ist, passt auf den Millimeter.

  5. Schicht 3 von 6

    Die warme Jacke

    Zwischen die Stahlprofile kommt Dämmung, je nach Planung außen noch eine zweite Lage. Sie hält im Winter die Wärme im Haus und im Sommer die Hitze draußen.

    Für dich: Auf Wunsch planen wir dein Haus als Effizienzhaus.

  6. Schicht 4 von 6

    Die Wände

    Bevor die Wand zugeht, kommen Strom- und Wasserleitungen hinein. Dann schließen Platten die Wand von innen und von außen.

    Für dich: Innen sieht es aus wie in jedem Haus: glatte Wände, Steckdosen, fertig zum Streichen.

  7. Schicht 5 von 6

    Fenster und Türen

    Jede Öffnung steht schon im 3D-Plan fest. Weil Stahl nicht quillt und nicht schwindet, bleibt sie genau so groß wie geplant.

    Für dich: Fenster und Türen sitzen passgenau.

  8. Schicht 6 von 6

    Das Aussehen

    Außen entscheidest du: Putz, Holz oder Platten. Das Dach planen wir flach, als Sattel- oder als Pultdach. Den Stahl sieht man am Ende nicht mehr.

    Für dich: Photovoltaik auf dem Dach ist möglich.

  9. Fertig

    Ein Haus zum Einziehen.

    Von außen ein Haus wie jedes andere, innen ein Gerüst, das sich nicht verzieht. Bei fachgerechter Ausführung und Pflege wird eine Lebensdauer von 100 Jahren angesetzt.

    Beratung anfragen Weiterlesen

3D-Visualisierung, vereinfacht

In einem Satz

Stell dir ein Holzständerhaus vor und tausch jedes Holz gegen ein Stahlprofil.

Genau das ist Stahl-Leichtbau. Senkrechte Profile stehen in festem Abstand nebeneinander, oben und unten hält sie eine Schiene. Dazwischen kommt die Dämmung, innen und außen schließen Platten die Wand. Die Bauweise ist der kleine Bruder des Stahlbaus, den du von Hochhäusern kennst: genauso stabil, aber viel leichter.

Massivhaus

Stein auf Stein, die Wand trägt durch ihr Gewicht.

Holzhaus

Ein Gerüst aus Holzbalken trägt das Haus.

Stahlhaus

Ein Gerüst aus Stahlprofilen trägt das Haus. Das bauen wir.

Das Bauteil

Was ist ein Stahlprofil?

Ein Profil ist ein Streifen Stahlblech, der kalt zu einem C gebogen wird. Das macht eine Rollformanlage, vollautomatisch und genau nach Plan. Das Blech ist nur 0,6 bis 2,5 mm dick, durch die Form wird es trotzdem sehr tragfähig.

Die Bleche sind feuerverzinkt, das schützt sie vor Rost. Löcher für Kabel und Rohre sind schon in den Profilen vorgesehen. Aus vielen solchen Profilen entstehen Wände, Decken und Dach.

Angaben zu Blechdicke, Verzinkung und Löchern: Stahl-Informations-Zentrum, Dokumentation 560 „Häuser in Stahl-Leichtbauweise“.

Schemazeichnung eines C-förmigen Stahlprofils mit Löchern für Leitungen 0,6 bis 2,5 mmdünnes Stahlblech feuerverzinktgegen Rost Löcher fürKabel und Rohre kalt in C-Form gewalzt
Schemazeichnung, nicht maßstäblich.

Ablauf

Von der Blechrolle zum Haus

Fünf Schritte, zwei davon im Werk. Deshalb steht ein Stahlhaus schnell.

  1. 1

    Planen

    Dein Haus entsteht zuerst am Computer: 3D-Plan und Statik. Ein Prüfstatiker prüft die Berechnung, bevor ein Profil gefertigt wird.

  2. 2

    Profile formen

    Eine Rollformanlage formt die Profile vollautomatisch, Stück für Stück nach dem Plan. Sie kommen von Partnerwerken in Belgien oder der Türkei.

  3. 3

    Rahmen bauen

    Im Werk werden die Profile meist zu fertigen Wandrahmen vormontiert.

  4. 4

    Aufstellen

    Unser Montageteam bringt die Elemente zur Baustelle und stellt sie auf deine fertige Bodenplatte.

  5. 5

    Ausbauen

    Dämmung, Platten, Fenster, Fassade und Dach machen aus dem Gerüst ein Haus. Wie weit wir ausbauen, entscheidest du.

Zum Vergleich: Laut Stahl-Informations-Zentrum, Dokumentation 560 „Häuser in Stahl-Leichtbauweise“ kann ein Einfamilienhaus aus vorgefertigten Elementen in etwa drei bis vier Tagen weitgehend im Rohbau stehen. Den Zeitplan für dein Haus legen wir im Angebot fest.

Schematischer Wandaufbau in Stahl-Leichtbauweise Schnitt durch eine Außenwand von innen nach außen: Innenbeplankung, Installationsebene, Stahlprofil mit Dämmung im Gefach, Außenbeplankung, Fassade. innen außen Innenbeplankung Installationsebene Stahlprofil mit Dämmung im Gefach Außenbeplankung Außendämmung oder Putzträger Fassade: Putz, Holz oder Platten Schematisch. Schichten, Stärken und Materialien werden für jedes Haus geplant.
Schematischer Schnitt durch eine Außenwand. Kein Konstruktionsdetail.

Die Wand

So ist eine Außenwand aufgebaut

Von innen nach außen: eine Platte als Innenwand, dahinter Platz für Leitungen, dann die Stahlprofile mit Dämmung dazwischen. Außen folgen eine zweite Platte, je nach Planung eine weitere Dämmlage und die Fassade.

Welche Schichten dein Haus bekommt und wie dick sie sind, ergibt sich aus Statik und den Nachweisen für Wärme-, Schall- und Brandschutz.

Stahl und Holz im Vergleich

Beide Bauweisen sind Ständerbau. Der Unterschied liegt im Material des Gerüsts.

Stahl-LeichtbauHolzrahmenbau
RohbaukostenBezugsgröße (100 %)ca. 10 bis 15 % höherMassivholz- und Massivbau: ca. 35 bis 40 % höher, jeweils bezogen auf Stahl-Leichtbau
Genauigkeitmillimetergenau geplant und gefertigtAbweichungen von mehreren Millimetern einplanen
Formstabilitätkeine Verformung durch Feuchte oder Temperaturarbeitet, Risse und Verwindungen möglich
Gewichtleichtim Schnitt ca. 20 % schwerer
LebensdauerAnsatz 100 JahreAnsatz 100 JahreRichtwert bei fachgerechter Ausführung und Instandhaltung, keine Garantie
RaumklimagleichgleichDas Ständermaterial hat keinen Einfluss auf das Raumklima.

Angaben aus dem Baustoffvergleich der BAUSTARK GmbH. Prozentangaben beziehen sich auf die Rohbaukosten im Stahl-Leichtbau. Rohstoffpreise und Lieferbedingungen können die Abstände verändern. Die Lebensdauer ist ein Richtwert bei fachgerechter Ausführung und Instandhaltung, keine Garantie.

Im Alltag

Was du davon hast

Genau

Die Profile kommen aus einer Maschine, die nach dem 3D-Plan arbeitet. Das Haus wird millimetergenau geplant und gebaut.

Günstiger im Rohbau

Weniger Material und automatische Fertigung: Im Holzrahmenbau liegen die Rohbaukosten etwa 10 bis 15 % über denen im Stahl-Leichtbau.

Formstabil

Stahl quillt nicht, schwindet nicht und verzieht sich nicht. Risse durch arbeitendes Holz gibt es nicht.

Leicht

Genauso stabil, aber viel leichter. Holzrahmenbauten sind im Schnitt etwa 20 % schwerer. Gut auch für Aufstockungen.

Langlebig

Bei fachgerechter Ausführung und Pflege wird eine Lebensdauer von 100 Jahren angesetzt. Danach lässt sich der Stahl fast vollständig wiederverwenden.

Flexibel

Tragen nur die Außenwände, kannst du den Grundriss innen frei aufteilen und später auch ändern.

Typische Sorgen

Die Fragen, die fast jeder zuerst stellt

Rost, Kälte, Lärm, Feuer: Hier die kurzen Antworten.

Zahlen zu Schall und Brand: Stahl-Informations-Zentrum, Dokumentation 560 „Häuser in Stahl-Leichtbauweise“ (2002). Normen haben sich seitdem teils geändert. Verbindlich sind die Nachweise für dein Haus.

Rostet der Stahl in der Wand?

Die Profile bestehen aus feuerverzinktem Stahlblech und sitzen geschützt in der gedämmten Wand. Bei fachgerechter Planung, Ausführung und Instandhaltung wird für Stahl-Leichtbau wie für Holzständerbau eine Lebensdauer von 100 Jahren angesetzt. Das ist ein Richtwert, keine Garantie.

Wird ein Stahlhaus im Winter kalt?

Nicht, wenn die Dämmung richtig geplant ist. Stahl leitet Wärme gut, deshalb wird die Wand so aufgebaut, dass keine Kältebrücken entstehen, etwa mit einer zweiten Dämmlage außen. Der Wärmeschutz wird für dein Haus berechnet und nachgewiesen.

Ist ein Leichtbauhaus hellhörig?

Schall wird hier mit mehreren getrennten Schichten gedämmt statt mit schwerer Masse. Eine Doppelständerwand erreicht so 59 bis 65 dB Schalldämmung, eine 24 cm dicke Ziegel- oder Kalksandsteinwand 48 bis 55 dB.

Brennt ein Stahlhaus?

Stahl brennt nicht. Wie sich die Wand im Feuer verhält, bestimmen vor allem die Platten. Mit Gipsplatten ist sie nicht brennbar und hält je nach Aufbau 30 bis 120 Minuten stand. Welche Anforderungen für dein Haus gelten, regelt die Landesbauordnung.

Kann ich später umbauen oder anbauen?

Ja, wenn es in der Planung berücksichtigt ist. Tragen nur die Außenwände, lassen sich Innenwände später versetzen. Weil die Bauweise leicht ist, eignet sie sich auch gut für Aufstockungen.

Was passiert mit dem Stahl, wenn das Haus einmal abgerissen wird?

Stahl lässt sich nahezu vollständig wiederverwenden. Weil er magnetisch ist, lässt er sich leicht von anderen Baustoffen trennen.

KI-generierte Visualisierung eines Fassadendetails: Putz, senkrechte Holzverkleidung und ein dunkler Fensterrahmen über einem SteinsockelKI-generiert

Gestaltung

Den Stahl sieht man am Ende nicht

Hinter jeder Fassade steht dasselbe Tragwerk. Welche Oberfläche und welches Dach dein Haus bekommt, legst du im Entwurf fest. Diese Formen und Elemente gibt es schon in den Hauskonzepten:

  • Flachdach
  • Satteldach
  • Versetztes Pultdach
  • Zeltdach
  • Quergiebel
  • Zwei Vollgeschosse
  • Erker und Glaserker
  • Erkerbalkon
  • Holzfassaden-Elemente
  • Überdachte Terrasse
  • Garagen und Carports
  • Photovoltaik
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